das umweltbildungsprogramm

Ökologischer Landbau und Phänologie an der Kapuas Universität für Sintang Studenten

Anfang dieses Jahres erhielt die Jerora Forest School Besuch von 90 Studenten der Kapuas-Universität, die sich auf Forst- und Landwirtschaft spezialisiert haben. Während dieses Besuchs gab das SOC-Agrarteam eine Einführung in den ökologischen Landbau, angefangen bei der Herstellung von Kompost über die Aussaat und Pflanzung bis hin zur Behandlung und dem Umgang mit Schädlingen. Darüber hinaus gab das Verhaltens- und Ökologieteam eine Einführung in phänologische Aktivitäten, die darauf abzielen, Daten über Futterbaumarten zu sammeln und Bäume zu vermessen. Am Ende der Sitzung gab es auch eine Einführung in die Arbeit des Orangutancenters.

Der Besuch der Schüler in der Jerora Forest School ist Teil des Umweltbildungsprogramms des SOC, mit dem das Bewusstsein der jungen Generation für die Umwelt geschärft werden soll. Darüber hinaus führt das SOC mehrere Aktivitäten durch, wie z. B. Schulbesuche, um Orang-Utans und die Bedeutung des Umweltschutzes vorzustellen, Besuche von ökologischen Anbauflächen und gemeinsames Zelten in der Jerora Forest School, ehrenamtliche Lehrtätigkeit in Dusun Nanga Hovat und Online-Aktivitäten über Webinare und Instagram live.

BIOLOGISCHE LANDWIRTSCHAFT IN JERORA

 

Seit 2019 läuft das Programm in Jerora, um mehr Unabhängigkeit vom Markt zu schaffen und den Orangutans gesundes Futter zur Verfügung stellen zu können. Es soll auch ein Pilotprogramm und Training für die gesamte Region Sintang werden.

Der heutige Stand sind 2.500m2 Land, das mit Gemüse und Früchten bebaut wurde.

Mittels eines sog. „Hydroponic Systems“ (hydroponics) ist die Aufzucht und Kultivierung von Zier- und Nutzpflanzen in einem hydroponischen System, in dem die Wurzeln einer Pflanze in einer Nährlösung hängen, einem Gemisch aus Wasser und darin gelösten Nährstoffen.)

Soll gewährleistet werden, dass man dadurch besser mit der immer geringer werdenden Landfläche zurecht kommt.

In diesem Programm gibt es auch Kompostmöglichkeiten, Dünger-Herstellung und die Verwendung von Pflanzenkohle als Kompost-Anreicherung. 

Im letzten Jahr, 2020, konnten so in etwa 1,5 Tonnen (!!) Früchte geerntet werden. Allerdings werden für die Orangutans pro Jahr ca. 11 Tonnen gebraucht. Das heisst, dass dieses Programm noch ausgebaut werden muss. 

Erschwerend kommt natürlich hinzu, dass Jerora nahe am Regenwald angesiedelt ist, und sich von dort aus diverse Pflanzenkrankheiten ausbreiten können und auch tun, was die Ernte manchmal reduziert.

Ein Dank gilt Masarang International und SPCA International, die das SOC bei dieser Aufgabe unterstützen.

Und hoffentlich wird dieses Programm sich so entwickeln, dass unsere Ziele damit erreicht werden.

®alle Bilder Sintang Orangutan Center