die insel der giganten - EIN UPDATE VON WILLIE SMITS

Ein Gastblog von Willie Smits über die „Insel der Giganten“, die wir schon öfter erwähnt haben.

 

22.3.2026

 

Letzte Woche besuchte das Management der ARSARI FOUNDATION das Projekt, um festzustellen, wie man mit dem „Überschuss“ an männlichen Orangutans „umgehen“ wird. Ich bin ein Mitglied der IUCN Primaten Spezialisten Organisation und es macht mich unendlich traurig zu wissen, dass es Diskussionen gibt, diese Orangutans, die „zu viele sind“, einfach eingeschläfert werden sollten.

 

Zwei Orangutans, die knapp davorstanden, getötet zu werden, werden nun von der Aspinall Foundation vorübergehend übernommen und dem „Insel-Projekt“ übergeben. 

Die Arsari Foundation hat eine Menge Geld investiert und großen Einsatz geleistet, um die Auffangstation auf der Insel KALAWASEN in Stand zu setzen. Es wurde eine Quarantäne Station und eine Socialization Area geschaffen. 

Zu erwähnen ist auch, dass hier völlig unbekanntes Territorium betreten wurde, denn dieser Versuch, dieses Projekt, ist das erste seiner Art - niemand hat bisher gleichartiges geplant oder gar durchgeführt. 

Erschwerend kam hinzu, dass das Zentrum der Stiftung plötzlich in den Zuständigkeitsbereich der neuen Hauptstadt fiel, die über eigene Sonderbefugnisse in Denkmalschutzfragen verfügt. Inzwischen wurden diese Fragen zwischen Nusantara, dem Forstministerium und der Stiftung geklärt.

 

Nun zum update:

Ich war dabei, als die Orangutans und die Insel besichtigt wurden. Zuerst wurden die fünf Orangutans besucht. Ich bin so glücklich über das, was schon erreicht worden ist. Die Tiere haben genügend Platz um sich gegenseitig auszuweichen, sich zu beschäftigen; aber was noch viel wichtiger ist: die Orangutans kommen gut miteinander aus. Da war keine Aggression, und es gibt eine Rangordnung in der Gruppe.

Die letzten beiden, die dazu gekommen sind, Mungki und Dodo sind immer noch die mit dem niedrigsten Rang, aber sie halten friedliche Beziehungen mit den restlichen Tieren.

Der dominante ist Bento, wahrscheinlich weil er eng mit Boni „verbunden ist“.

Beni hat das akzeptiert und hat aufgehört, zu „probieren“.

Dodo und Mungki werden die ersten beiden sein, die auf die Insel transportiert werden. Zwei Tage später ist dann Benni und nochmal zwei Tage später ist dann Bento und Boni dran.

 

Die Insel ist FERTIG! Zwei Sicherheitsposten, die permanent besetzt sind, kontrollieren 24/7 die Wasserwege aus allen Richtungen. Überall sind Warnschilder aufgestellt. Die Wasserwege zu den Fütterungsstationen sind versperrt durch starke Zäune und Schlösser.

Die Futterstationen können nur durch speziell dafür angeschaffte Boote erreicht werden oder durch Dronen, die mit Futter unterwegs sind. 

Es gibt sechs solcher Stationen, die allesamt um die 100 Jahre halten sollten ;-)

Die Pfeiler dafür gehen ca. 17 Meter in den Schlammboden, um die Stabilität zu gewährleisten.

Es gibt eine Wasserzisterne bei jeder der sechs Stationen.

Und es gibt Schleusen um die Orangutans sicher untersuchen zu können.

Ich hatte gehofft, dass wir auch Tracker bereitstellen können, aber das Aufladen ist noch ein Problem. Ich habe einen weiteren Artikel darüber verfasst – keep you posted!

 

mamat, UNSER namensgeber und hoffnungsträger

Oben: Mamat heute
Unten im Video: Mamats Entwicklung über die Jahre

warum wir sintang unterstützen

Weil es sich lohnt.
Wenn man Berge versetzen möchte, muss man mit kleinen Steinchen beginnen, habe ich mal gelesen... Und JEDER Orangutan, der zurück in die Wildnis darf, ist ein Gewinn. Seht selbst:

Warum "Mamat Orang Utan Hilfe"? Vor einigen Jahren hatte ich die Gelegenheit, Dr. Willie Smits bei einem seiner Vorträge in Wien zu sehen. Seit diesem Abend hat mich das Thema Orang Utans, Palmöl, und was wir hier in Europa damit zu tun haben, gefesselt. Insbesondere die Tatsache, dass jeder Einzelne sehr viel dazu beitragen kann, dass der Lebensraum der Orang Utans (und vielen weiteren Tierarten) nicht völlig zerstört wird. Mit unserer Seite möchten wir informieren, vielleicht ein bisschen aufrütteln, und vielleicht sogar das Konsumverhalten unserer Mitmenschen beeinflussen.

Mamat, der Namensgeber unseres Vereins,  steht für einen ganz besonderen Orang Utan.

Seine Geschichte in einem kurzen Video.

Das Sintang Orang Utan Center befindet sich im südwestlichen Teil Borneos. Dort werden verwaiste oder kranke Tiere aufgenommen, gesund gepflegt, re-sozialisiert und schließlich in einen geschützten Waldteil (Tembak oder die Waldschule Jerora) gebracht, wo sie ihre natürlichen Sinne und Fähigkeiten wieder erlernen sollen. Dieses ca. 60ha großes Waldstück in Tembak wurde dem SOC von den Bewohnern zur Verfügung gestellt, um dort die Orang Utans trainieren zu können. Das Klettern oder wie man sich einen Schlafplatz für die kommende Nacht baut, haben die meisten "Bewohner" von Sintang nicht erlernt, weil sie ihren Müttern gestohlen wurden, oder eben verwaist waren.  Helfen Sie mit, dieses Projekt zu unterstützen. Es werden immer wieder Tiere aufgenommen, die Käfige werden manchmal zu wenige, und es wird Geld benötigt, um das Material für neue Gehege zu kaufen.


wo liegt sintang auf Borneo?

Um ein wenig "Gänsehaut" zu produzieren, möchte ich zu Mamat folgende Geschichte und das erste Video, das mich so sehr berührte, ans Herz legen:

https://www.orangutanhilfe.at/blogs/mamat-s-reise-zurück-ins-leben/