einiger Neuzugang in jerora

fünf an der zahl

Am 12. August 2023 wurden fünf Orangutans aus der Quarantäne Station in Sintang nach Jerora gebracht. Alle fünf sind weiblich und haben naturgemäß unterschiedliche Geschichten. Nun werden sie auf das Rehabilitationsverfahren vorbereitet. 

Die Babies kommen in Jerora an.

Bilder oben: Gieke, das Baby von Penai, die ihr Kleines nicht versorgen konnte.

®alle Fotos: Sintang Orangutan Center

Joss: sechs Jahre jung, als sie gerettet wurde, war sie ca. ein Jahr jung und war vier Monate bei einer Familie gehalten. Heute ist sie in guter Kondition und startklar für Jerora.

 

Gieke: vier Jahre, 10 Monate jung, sie ist das Baby von Penai. Leider war Penai nicht bereit, sich um die Kleine zu kümmern und so musste das Team die Pflege übernehmen. Heute ist sie auch bereit für die Rehabilitation in Jerora.

 

Bondan: Fünfeinhalb Jahre jung, gefunden in völlig vernachlässigtem Zustand bei einem Bauern. Ihre Kondition hat sich wesentlich gebessert und nun ist sie reif für das Programm in der Jerora Schule.

 

Otan: drei Jahre jung, weiblich, verwaist, nachdem ihre Mutter von Jägern getötet wurde. Der Bauer, der sie damals gerettet hatte, ernährte sie mit Kondensmilch und sonstigem ungeeigneten Futter, was zu Durchfällen und Mangelerscheinungen führte. 

Auch sie kann aber nun in die Jerora Schule übersiedeln und mit dem Rehabilitationsprogramm beginnen.

 

Julia: fast vier Jahre jung, weiblich, 2019 von einem Einheimischen gerettet, aber gottseidank nach drei Tagen schon nach Sintang überführt. Sie wurde bei ihrer verletzten Mutter gefunden, die in einer Falle auf einem Feld gefunden wurde.

Als der Tunnel zur Waldschule geöffnet wurde, übernahmen Joss und Gieke sofort die Führung. Sie „untersuchten“ sofort die Nachtkäfige, dicht gefolgt von Otan und Julia. Bondan war da nicht so enthusiastisch. Sie bevorzugte es, bei den Pflegern zu bleiben und mit denen dann durch den Tunnel zu gehen. Aber nach einiger Zeit war sie dann doch mutig genug, um den weiteren Weg alleine zu meistern.

Bald schon zeigten sich die verschiedenen Charaktere: Gieke war sofort zu den Baumkronen unterwegs, bevorzugterweise allein in den Morgenstunden. Je später der Tag wurde, desto mehr schloss sie sich dann wieder an ihre Artgenossen an.

 

Joss folgte anfangs Gieke zwar, entschloss sich dann aber, doch lieber alleine die Gegend zu erkunden. Sie war lieber weiter unten unterwegs, und spielte auch gerne mit den Pflegern. 

Bondans Anwesenheit schien sie zwar anfangs zu stören, aber es verringerte nicht ihre Freude an der neuen Umgebung.

 

Bondan war auch rasch mehr aktiv und alleine unterwegs und zeigte bereits, dass sie sich Futter suchen kann wie zum Beispiel Blätter, Termiten, Wurzeln.. 

 

Die immer noch sehr junge Otan zeigte große Begeisterung während sie tolle Kletterkünste bewies und es sogar bis hoch hinauf in die Baumkronen schaffte.

 

Julia blieb vorerst noch lieber beim Personal und folgte denen bei deren Erkundungstouren.