MONA wird in diesen Monaten, Anfang 2023, auf ihren Weg in die Freiheit vorbereitet.

Siehe hier

 

.... und hier die Geschichte ihrer Freilassung!

Update August 2020

Mona und Aming in Jerora, der Waldschule, ®Sintang Orangutan Center
Mona und Aming in Jerora, der Waldschule, ®Sintang Orangutan Center

Mona, 5, und Selly, 6, sind gemeinsam mit Aming, Boy und Maya in der selben „Klasse“ in der Waldschule. Mona und Selly sind dicke Freundinnen, aber diese Beziehung hat ein paar scharfe Kanten. Selly ist sehr dominant und in ihren Schlafstätten versucht Sally immer wieder, von Mona Futter zu stehlen. Sie drängt Mona sogar in eine Ecke und nimmt ihr das Futter aus dem Maul. Aming, Boy und Maya werden von ihr in Ruhe gelassen.

Überraschenderweise passiert das nur, wenn Mona und Selly in ihren Schlafstätten sind. In der Waldschule kann Mona fressen was sie will, und sie wird nicht gestört. Wir haben noch nicht herausgefunden, woher dieses Verhalten kommt.

Mona ist zwar noch sehr jung, aber sie möchte nicht mehr so oft von den Pflegern in den Armen gehalten werden. Sie vermeidet auch körperlichen Kontakt zu anderen Orangutans. Das sind gute Anzeichen für ihre wachsende Unabhängigkeit.

Man könnte glauben, dass in einer Auffangstation wie Sintang das Sozialverhalten der Tiere anders sein sollte als das ihrer wilden Artgenossen. Das ist jedoch nicht der Fall. Und Mona, die zu uns kam, als sie noch ein kleines Baby war, ist das beste Beispiel dafür, wie der Instinkt der Tiere überwiegt.

Trotzdem gibt es viele Orangutans, die mit einem Trauma leben müssen, wie zum Beispiel Beno. Beno, 12 Jahre, kam mit sechs Jahren zu uns, aber er will immer noch gehalten werden und er weint sehr sehr oft. Seine liebsten Freunde sind die ganz jungen Tiere.

Beno’s kindliches Verhalten ist auf seine mangelnde Überlebensfähigkeiten zurückzuführen. Er hat bis heute nur ein einziges Mal Blätter direkt von einem Baum gefressen. Wenn er klettert, dann bleibt er den ganzen Tag dort an Ort und Stelle anstatt von Baum zu Baum zu klettern.

Nachdem Beno keine Fortschritte zeigt, weder im Sozialverhalten, noch andere Fähigkeiten, sieht es nicht so aus, als würde er bald freigelassen werden können.

Mona beim Klettern, ®Sintang Orangutan Center
Mona beim Klettern, ®Sintang Orangutan Center

Februar 2019

Ich bin bereit!!!

2018 zeigte Mona ganz große Fortschritte im Sintang Center. Sie ist Aming sehr zugetan, aber sie weint nicht mehr so viel, wenn sie getrennt werden. Zu Beginn, als beide noch gemeinsam in der Nacht-Schlafstelle verbrachten, kümmerte sich Aming rührend um Mona. Wenn andere zu Mona gemein waren, wurde sie immer von Aming beschützt und verteidigt.. Die Situation heute ist völlig anders. Mona ist kein Baby mehr, ganz im Gegenteil - sie ist mittlerweile ein großes Mädchen geworden! Ihr Sozialverhalten ist stark weiterentwickelt und sie verhalten sich, als wären sie Bruder und Schwester. 

Monas Fähigkeiten sind toll entwickelt, sie löst Aufgaben, die wir ihr stellen, rasch. Wenn wir das Futter verstecken, zeigt sich, wie geschickt sie im Umgang mit "Problemen" ist. Sie liebt alle Früchte und Gemüse und sie kann einfache Nester bauen aus gesammelten Blättern. Sie ist somit bereit für den nächsten Schritt - in die Waldschule.

oktober 2018

Übung macht immer noch den Meister

Täglich bekommen die Orang Utans neue Herausforderungen präsentiert, um ihren natürlichen Instinkt zu stimulieren und die gleiche Lebensqualität bieten zu können, die sie in der Freiheit auch genießen würden. Wie schon erzählt, sind diese Dinge wichtig, um den Tieren auch beizubringen, wie sie Probleme lösen können.

So reichten wir eines Tages Futter in Plastikflaschen. Für die größeren war das Aufbrechen der Flaschen kein Problem, und sie hatten die Früchte darin sofort in Händen. Aber für die Babies ist so eine Aufgabe schon eine wirkliche Herausforderung. Mona weiß immer noch nicht, wie das geht. Sie versuchte unentwegt, mit ihrem Finger die Früchte durch den Flaschenhals zu bekommen. Sie beobachtete aufmerksam Sally, die geschickt die Flasche auf den Boden schlug, und so eine Frucht nach der anderen heraus bekam. Sie versuchte es schließlich auch so zu machen, - und erfolgreich bekam sie so ihr Futter! 

juni 2018

Jeden Tag werden in Sintang die Tiere dazu animiert, mit neuem Spielzeug oder neuen Reizen und neuem Futter umzugehen. So lernen sie auch, Probleme zu lösen, was ihnen später in der Freiheit überlebenswichtig sein wird.

Kokosnüsse werden den Babies üblicherweise ein bisschen vorbereitet, weil die Schale schwierig zu knacken ist. Aber irgendwann müssen auch die Kleinen lernen...

So bekamen sie eines Tages eine unbehandelte Kokosnuss, und alle begannen aufgeregt, die Nuss zu öffnen um an die Milch und das Fruchtfleisch zu kommen. Mona und Jaque sahen derweil jedoch nur zu. Nachdem sie es aber nicht schafften, die Früchte zu knacken, spielten sie Ball damit. 

Nachdem sie jedoch sahen, dass die anderen Babies aus den Nüssen die Milch bekamen, wollten sie natürlich auch. Aber die Anderen verteidigten ihr Gut, und so blieb den Pflegern nichts anderes übrig, als für Mona und Jaque die Nüsse zu knacken.

Aber wir werden dranbleiben, denn es wird den beiden nicht erspart bleiben, auch diese Aufgabe zu meistern.

Aber wo eine Schwäche, da auch eine Stärke: 

während die Babies mit den Blättern hauptsächlich herumspielen, mit denen sie eigentlich Nester bauen sollten, war Mona die Erste, die es schaffte, sich ein kleines Nest damit zu bauen. 

frühjahr 2018

Zeit für Beschäftigung...

während ihrer Zeit in Sintang bekommen die Orang Utans jeden Tag kleine Dinge, anhand derer sie diverse "Aufgaben" lösen sollen. Dies hilft ihnen, später Futter zu finden und im Regenwald zurecht zu kommen.

Eines Tages, als alle Orang Utans ihr Futter in Flaschen bekamen, schaffte Aming es, langsam und Schritt für Schritt, die Flaschen zu knacken.  Mona war bereits fertig, aber sie sah, dass Aming noch eine Weile brauchen würde, und wollte ihn zum Spielen animieren.

Weil er nicht gleich reagierte, sondern lieber sein Futter haben wollte, nahm ihm Mona die Flasche weg und schlug ihn damit. Als auch das keinen Erfolg zeigte, lies sie ihn einfach allein. Möglicherweise wollte sie ihm helfen, aber scheinbar war Aming davon nicht beeindruckt und wollte das Problem selbst lösen.

update Mona, Dezember 2017

Mona

Der Run auf Kangkung

Wir geben den Babies nicht immer nur Früchte zu fressen, sondern auch Gemüsesorten wie Mais, Bohnen oder eine besondere Art Kraut, die wie Spinat aussieht: Kangkung.

Eines Tages, als die Babies wieder ein bisschen von diesem Kangkung bekommen sollten, waren plötzlich alle ziemlich aufgeregt. Dora bekam als erste davon. Plötzlich kam Jacq und stahl es ihr aus der Hand. Mona brauchte nur eine Sekunde, um es wiederum von Jacq zu holen. Selly wollte auch nicht länger warten, und jagte Mona nach, um auch ihren Anteil zu bekommen. Mona war nicht sehr amüsiert, aber Selly war die Gewinnerin an diesem Tag. 

Es ist natürlich amüsant, diesem Treiben zuzusehen, aber viel wichtiger ist, dass die Babies hier auch etwas lernen können. Es zeigt außerdem ihr Sozialverhalten und es schult sie im Umgang mit ihren Artgenossen, die vielleicht größer und stärker sind. Es entscheidet nicht immer die Dominanz darüber, ob man das bekommt, was man will. Manchmal fördert es einfach auch den Frieden, wenn man teilt. 

In diesem Jahr lernte Mona sehr viel beim Klettern dazu. Sie klettert alleine schon ziemlich hoch und schwingt bereits zwischen kleineren Bäumen umher, ohne dazwischen auf den Boden zu müssen. 

Mona ist eine der ersten in ihrer Gruppe, die auch schon die "Glockenfrucht" (Eugenia) kennengelernt hat. Während die anderen nur herumtollten, kletterte Mona hoch hinauf in die Bäume und fand die Eugenia. So mussten natürlich auch die Gefährten sofort wissen, was Mona da frisst, und so lernten sie von ihrer kleinen Freundin.

Quelle: Text und Bild ®Sintang Orang Utan Center  www.soc.or.id

Mona ist in etwa fünf Jahre jung, lebt in Jerora. Sie liebt alle Babies, spielt aber am liebsten allein. Sie wird immer aktiver und sie klettert schon ziemlich gut. Sie schaut sich von den Anderen alles Notwendige ab, sie beobachtet genau, was die Mitbewohner mit den Dingen tun, die in den Käfigen herum liegen. 

Mona wurde angeblich im Wald "gefunden", von einem einheimischen Jäger. Er nahm sie mit nach Hause, aber nachdem sie so dünn war, dachte er, sie würde nicht überleben und nach sechs Tagen brachte er sie zu uns....