update Juni 2018

"no pain no gain"...

Eines Tages in der Waldschule untersuchte Terra die mittlere Baumkronen ganz alleine, als sie plötzlich Gusto bekam auf ein bestimmtes Gras. Da sie jedoch nicht bis hinunter auf den Waldboden klettern wollte, hing sie, gleich wie Oscar, auf einmal kopfüber und versuchte so, die Gräser mit den frischen Sprossen zu erreichen. Das ist deswegen auch ziemlich beschwerlich, weil die Tiere die Pflanzen nicht mit samt den Wurzeln ausreissen, sondern nur die frischen Triebe fressen wollen. Die Aufgabe war nicht so einfach, und schließlich, nach einigen Versuchen fiel sie schließlich doch auf den weichen Boden, rollte sich ab, und fraß die Gräser, die sie wollte. Kleine Schritte, aber die dienen dazu, dass die Orang Utans jeden Tag ein bisschen mehr dazu lernen und in der Wildnis überleben können.

update frühjahr 2018

Sozialkontakte helfen den Orang Utans während ihrer Rehabilitationsphasen.

Terra beobachtete eines Tages Oscar dabei, wie er sich ein Nest zum zweiten Mal vorbereitete, indem er neue Äste und Blätter obenauf legte.

Da begann Terra, mitzuarbeiten, und brachte ebenfalls neues Material und die beiden bauten ein ziemlich großes neues, altes Nest.

Als sie fertig war mit dem Helfen, kletterte sie zu einem anderen, älteren Nest hoch, um auch dieses "zu erneuern". Was jedoch siegte, war das Bedürfnis nach Gesellschaft, und Terra entschied sich schließlich, wieder zurück zu Oscar, in das viel größere Nest zu kriechen. 

Updates Terra, Dezember 2017

TERRA,

die die Pilze lehrt :-)

Ältere Orang Utans können tatsächlich großartige Lehrer für die Babies sein. Sie pflegen und kümmern sich nicht nur um sie, sondern machen viele Dinge vor. Die Kleinen lernen durch Beobachten. 

So verfolgte Terra eines Tages Joy, die sich auf in den Wald machte, auf Schritt und Tritt. Joy probierte ein paar Blätter, fraß und stoppte dann. Terra nahm schließlich dieselben Blätter und probierte sie aus. Und als Joy die Pilze probierte,  wurde sie von Terra ebenfalls beobachtet. Nun war Terra an der Reihe, und die Pilze schienen ihr ziemlich gut zu schmecken. Orang Utans beobachten, und vertrauen darauf, wenn ihre Artgenossen etwas fressen, dann muss es gut sein, und probieren das sofort auch aus.

Terra war vergangenes Jahr noch schwach im Klettern, aber sie macht sich immer besser, wenn sie auf größere, dickere Bäume ohne viele Äste klettert. Heute scheint das bereits selbstverständlich zu sein für sie.

Die Blätter mit denen sie spielt, sammelt sie später ein, faltet sie und bastelt eine Art Nest aus ihnen. 

Am Beginn des Jahres begann sie, die Pfleger zu imitieren. Sie nahm ein kleines Stöckchen und begann den Boden nach Ameisen damit abzusuchen. Sie probiert auch andere Werkzeuge aus, so macht sie sich aus einem Blatt einen Teller, damit die Ameisen, die aus den Löchern kommen, darauf krabbeln, und sie diese dann einfach vom Blatt fressen kann. 

Trotz all ihrer Fähigkeit, Futter im Wald zu finden und ihrer Neugierde muss Terra noch viel lernen. Sie behält hoffentlich ihre Wissbegierde, damit sie später im Wald überleben kann.

Quelle Text und Bild: ®Sintang Orang Utan Center, www.soc.or.id