hope, ein kleiner neuzugang vom letzen jahr

Wir hoffen für Hope, dass sie die Quarantänestation bald verlassen wird können. Dazu brauchen wir aber Daten aus Jakarta vom Prodia Labor. Ohne diesen Bericht sind wir gemäß den Regeln der Forstaufsicht nicht berechtigt, sie in die Rehabilitation zu schicken. Amory wartet auch auf die Ergebnisse, so konnten wir die beiden wenigstens zusammen unterbringen und sie können miteinander spielen und schlafen. 

Hope ist sehr aktiv und hält bedacht Ausschau nach uns, wann wir ihr Futter vorbereiten. Wie auch Menschen hat jeder Orangutan seine eigenen Erfahrungen gemacht und deshalb vor den verschiedensten Dingen Angst. Traumatische Ereignisse der Tiere verstärken diese natürlich. Eines Tages wagte sich eine kleine Spinne in Hopes Käfig. Hope begann zu schreien und nahm ein Stück von einem Ast und schlug solange auf die Spinne ein, bis die sich endlich verzog. Wir fragen uns, ob sie vielleicht von einer giftigen Spinne gebissen wurde, als sie noch als Baby mit ihrer Mutter lebte.

Dennoch war es gut, wie sie reagierte. Sie wehrte die Spinne ab und zeigte so, dass sie ihre Angst im Griff hat. 

Die Pfleger müssen die Orangutans auch dahingehend schulen, vor bestimmten Dingen sicherheitshalber Angst zu haben. So zeigen sie ihnen beispielsweise Gummischlangen und wackeln mit ihnen herum, damit die Tiere Respekt lernen. Das ist in Freiheit überlebenswichtig.